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Erstellt von am 7. Februar 2011 – 12:08Kein Kommentar

Ambergs erste Altenpflegeschule nimmt Betrieb auf – Reaktion auf steigenden Fachkräftemangel

Amberg. (tk) Inge Ehrensperger hatte es in ihrem Leben oft nicht leicht. Die Frau aus Pfaffenhofen bei Kastl musste ihre berufliche Karriere stets hinten anstellen. Erst wegen der Kinder, dann wegen ihrer Eltern, deren Pflege sie übernahm. Erst jetzt ist sie mit 44 Jahren in der Arbeitswelt angekommen. Sie lässt sich in Ambergs erster und bisher einziger Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe ausbilden.

„Diese Ausbildung garantiert einen Arbeitsplatz, einen auf Dauer“, verspricht Peter Blendowski, Geschäftsführer des gemeinnützigen Berufsbildungszentrums ISE, das in Amberg vor 22 Jahren mit Sprachkursen für Migranten begann und im September vergangenen Jahres mit der Fachrichtung Altenpflege Neuland betrat. Die Frage nach dem Warum ist sehr schnell beantwortet. „Der Bedarf ist groß. Der demografische Wandel und sinkende Schülerzahlen führen dazu, dass auch in der Region qualifizierte Altenpfleger fehlen werden“, sagt Schulleiterin Sigrid Jasinsky und fügt hinzu, dass es in Amberg noch keine Engpässe gibt, aber: „In den nächsten Jahren brennt’s.“ Ein Grund dafür ist auch die Tatsache, dass parallel zur Aussetzung der Wehrpflicht der Zivildienst abgeschafft wird.

Von 17 bis 55 Jahren

Dieser Entwicklung möchte das Berufsbildungszentrum, dessen Mutterhaus in Sulzbach-Rosenberg steht, entgegenwirken. Aktuell werden in den beiden neuen Ausbildungszweigen Altenpfleger und Pflegefachhelfer jeweils 15 Frauen und Männer im Alter von 17 bis 55 Jahren unterrichtet. Rund 70 Prozent wurden laut Peter Blendowski von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter vermittelt, alle anderen kamen wie Inge Ehrensperger aus eigenem Antrieb.

Die 44-Jährige ist glücklich darüber, dass es in Amberg seit September die private Berufsfachschule gibt. Ansonsten müsste sie auf die nächstgelegenen Standorte in Sulzbach-Rosenberg, Schwandorf, Weiden oder Nürnberg ausweichen. Die gelernte Kinderpflegerin, die auch schon für einen ambulanten Pflegedienst als Hilfskraft tätig war, möchte den Beruf nun von der Pike auf lernen. Inge Ehrensperger hat ein sehr ehrgeiziges Ziel. Die einjährige Ausbildung zur Pflegefachhelferin möchte sie mit einem Notendurchschnitt von mindestens 2,0 abschließen, um danach gleich in das zweite von drei Lehrjahren der Altenpfleger zu wechseln.

„Psychisch stabil sein“

Peter Blendowski bescheinigt der Frau aus dem Lauterachtal, die ihre Praxisstunden in einer Kümmersbrucker Einrichtung ableistet, sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das liegt auch daran, dass Inge Ehrensperger durch die Pflege ihrer Eltern erfahren hat, wie aufwendig und belastend der Beruf sein kann. „Die Leute müssen psychisch stabil sein“, sagt der ISE-Geschäftsführer. Die Pfaffenhofenerin ist das: „Einen Angehörigen zu pflegen ist viel intensiver. Da spielt sehr viel mit rein, auch die eigene Kindheit. Jetzt mache ich meinen Job und kann danach abschalten.“ Es gibt laut Blendowski aber auch Leute, denen der Pflegeberuf nahe gelegt wird, und die von sich behaupten, nicht geeignet zu sein. Ihnen empfiehlt der Geschäftsführer ein Schnupperpraktikum: „Diese Orientierungsphase ist sehr wichtig.“

Völlig unabhängig von den späteren Verdienstmöglichkeiten, denn die Bezahlung sollte laut Schulleiterin Sigrid Jasinsky nicht das ausschlaggebende Kriterium sein: „Es wird einem schon viel abverlangt. Da sollte man schon aus Überzeugung dabei sein.“ Zumal Nacht- und Wochenenddienste die Regel sind, wie Peter Blendowski weiß: „Die Pflege kennt keinen Feierabend.“

Quelle: Amberger Zeitung, Ausgabe vom 04.02.2011

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